Schlank mit Genuss: Die kalorienärmsten Snacks, Gerichte und Süßigkeiten

Obst und Gemüse
 
Abnehmen, das bedeutet in den Köpfen vieler Menschen vor allem eines: Verzicht und eiserne Disziplin. Eine Einstellung, die – zumindest auf lange Sicht – fast immer zum Scheitern verurteilt ist. Tatsächlich geht es bei einer Diät um weit mehr als bloß um eine möglichst schnelle Gewichtabnahme, die nur unter kontinuierlichem Hungern erzwungen werden kann.

Vielmehr geht es darum den Spaß am gesunden Essen (wieder) zu entdecken und die Ernährungs- und Lebensweise dauerhaft umzustellen. Dass eine Diät mit dem Verzicht auf leckeres Essen verbunden sein muss, ist schlicht falsch. Immerhin ist die Auswahl an Nahrungsmitteln in unserer Gesellschaft mittlerweile so groß, dass nahezu jeder in der Lage ist gesund, lecker, sattmachend und doch zugleich kalorienarm zu essen. Wir haben die besten Strategien für eine kalorienarme Ernährung, für die Genuss kein Fremdwort ist, zusammengestellt.

Dem Hunger keine Chance – Kalorienarme Snacks für Zwischendurch

Ein hoher Anteil der Essenssünden, die wir begehen, bezieht sich gar nicht auf unsere regulären Mahlzeiten, sondern findet zwischen diesen statt. Es ist nicht ungewöhnlich beim Einsetzen eines leichten Hungergefühls zu verschiedenen Snacks zu greifen. Immerhin sind diese schnell zubereitet bzw. sofort verfügbar und hungerstillend. Leider sind klassische Snacks und Knabberzeug wie Chips, Kekse, Schokoriegel und Co. alles andere als figurschonend. Wer langfristig abnehmen möchte, sollte daher hier anfangen und Alternativen zu allzu Fettigem und Süßem finden. Wie diese aussehen könnten, zeigen wir im Folgenden.

Früchte: Sättigend, gesund, lecker

Früchte sind wahre Allrounder. Sie sind nährreich, lecker, bedürfen in der Regel keiner Zubereitung und sind darüber hinaus bestens als Snack geeignet, um den kleinen Hunger zu bekämpfen. Die Auswahl an Früchten im Supermarkt ist mittlerweile sogar so groß, dass wir regelrecht die „Qual der Wahl“ haben. Dabei sind einige Früchte allerdings kalorienärmer als andere. Wer zu diesen greift, kann sich sicher sein, dass auch umfangreichere Snacks die Kalorienbilanz des Tages nicht negativ beeinflussen.

Gesundes „Fingerfood“: Die 10 kalorienärmsten Früchte für Zwischendurch

Wir haben 10 der kalorienärmsten Früchte für euch zusammengestellt. Da die genaue Kalorienanzahl nicht zuletzt von der Obstsorte abhängt, kann diese leicht von den angegebenen Werten abweichen.

FruchtBesonderheitenTippskcal / 100g
Acerola-Kirschen Einst Exoten sind die in Mittel- und Südamerika beheimateten Acerola-Kirschen mittlerweile auch in Deutschland ohne Probleme zu bekommen. Die Kirschen sind besonders reich an Vitamin C, sodass bereits eine Handvoll ausreicht, um den Tagesbedarf zu decken. 20
Erdbeeren Trotz nur 6 Gramm Zucker pro 100 Gramm schmecken Erdbeeren wunderbar süß und sind damit ideal als Snack für Zwischendurch geeignet. Dank ihrer Süße eignen sich Erdbeeren auch bestens als Nachtisch – etwa in Streifen geschnitten als Erdbeersalat. Aber auch in Smoothies machen sich Erdbeeren hervorragend! 32
Papayas Papayas, deren Fruchtfleisch in kräftigem Orange leuchtet, sind nicht nur optisch ein Genuss. Die süßen Früchte wirken auch noch sehr erfrischend und werden besonders gerne an heißen Sommertagen gegessen. Dass Papayas auch noch gut für die Gesundheit sind und sich positiv auf Herz, Cholesterin und Verdauung auswirken, macht die tropische Frucht zu einem wahren Alleskönner. Sogar unreif kann die Papaya verwendet werden. Sie macht sich beispielsweise gut in Curry oder einer Salsa. Selbst die würzigen Kerne, die geschmacklich an Pfeffer erinnern, können zum Kochen genutzt werden. Gesund sind sie obendrein. 32
Guaven Guaven sind wahre Vitaminbomben. In 100 Gramm stecken immerhin etwa 275 Milligramm pures Vitamin C. Zudem sind die Früchte voll an Eisen und Kalzium – und dazu natürlich noch kalorienarm. Was will man mehr? Wenn sich die Schale der Guave gelb färbt, ist sie reif und schmeckt besonders gut. Dank ihrem intensiven, wohlriechenden Duft, eignen sich die Früchte übrigens auch hervorragend als Raumerfrischer! 34
Beerenobst Ob Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren oder Cranberrys, Beeren sind gesund, reich an Vitaminen und kalorienarm! Wer für Abwechslung sorgen möchte, stellt sich aus verschiedenen Beerensorten einen kleinen Beerensalat zusammen. Ein bunter Beerensalat ist nicht nur ein Gaumen-, sondern auch ein Augenschmaus. 36-46
Kaktusfeigen Der säuerlich-süße Geschmack der Kaktusfeige hat auch hierzulande bereits viele Fans gefunden. Die Kerne können bedenkenlos mitverarbeitet werden. Wenn ihr Zeit und Lust habt, probiert doch mal die Kaktusfeige zu Marmelade weiterzuverarbeiten. Schmeckt lecker! 37
Wassermelonen An heißen Sommermonaten gibt es kaum eine erfrischendere Frucht als eine kühle, wasserreiche Wassermelone. Große Wassermelonen gibt es in der Regel auch in Hälften und Vierteln zu kaufen. Das ist besonders praktisch, da sich hier der Reifegrad besser beurteilen lässt. 38
Pfirsiche Pfirsiche sind besonders reich an Kalzium, Eisen, Zink und Kalium und daher ganz im Sinne einer ausgewogenen Ernährung. Den Reifegrad eines Pfirsichs könnt ihr ganz leicht am Geruch bestimmen. Duftet ein Pfirsich schön aromatisch, dann schmeckt er auch am besten. 41
Grapefruit Das leuchtende Fruchtfleisch der Grapefruit regt die Verdauung an und schmeckt darüber hinaus noch sehr erfrischend. Viele Diät-Pläne sagen der Grapefruit nach, dass sie beim Abnehmen behilflich sein soll. 50
Äpfel „An apple a day keeps the doctor away“, lautet ein englisches Sprichwort. Dass dieses nicht von ungefähr kommt, zeigt ein Blick auf die Inhaltsstoffe von Äpfeln. So schlummern immerhin etwa 30 verschiedene Vitamine in dem süßen bis saurem Obst. Viele Menschen schälen Äpfel vor dem Verzehr, doch abgewaschen lässt sich die Schale von Äpfeln bedenkenlos mitessen. Das ist sogar empfehlenswert, denn die Schale enthält mehr Vitamine als das eigentliche Fruchtfleisch. 54

Von den aufgezählten Früchten könnt ihr bedenkenlos mehrmals am Tag naschen. Selbstverständlich sind auch andere Früchte gesund und eine gute Snackalternative. Mit 89 Kalorien pro 100 Gramm sind Bananen beispielsweise zwar vergleichsweise kalorienreich, dafür allerdings auch überaus sättigend.

Echte Sattmacher mit wenig Kalorien: Unsere Snack-Empfehlungen

Wenn man abnehmen möchte, ohne dabei Hungern und auf Genuss verzichten zu müssen, genügt es bei Snacks, Zwischenmahlzeiten und leichten Gerichten natürlich nicht nur, dass diese wenige Kalorien haben, sie müssen auch sättigen! Wir stellen euch 5 Zwischenmahlzeiten und kleine Gerichte vor, die den Hunger in die Schranken weisen.

Gegrillte Maiskolben

Maiskolben haben nicht nur wenige Kalorien, sie sind auch noch überaus schmackhaft. Maiskolben können ohne Probleme auf den Grill geworfen werden und sind damit auch ideal für das anstehende Grillfest geeignet.

  • Zubereitung: Besonders lecker werden gegrillte Maiskolben, wenn Sie im Vorfeld ausgiebig gewürzt worden sind. Gut eignen sich etwa Salz, Pfeffer und Basilikum. Aber auch gerösteter Knoblauch verleiht gegrillten Maiskolben das gewisse Etwas.
  • Tipp: Wer möchte kann den Maiskolben auch mit etwas Butter oder Olivenöl bestreichen. Geht man sparsam damit um, halten sich auch die zusätzlichen Kalorien in Grenzen.
  • Kalorien: Ein durchschnittlicher Maiskolben (etwa 200 Gramm) bringt es auf rund 225 Kalorien.

Pistazien

Pistazien als leckere Schlankmacher? Das klingt zunächst kontraintuitiv, immerhin handelt es sich um Nüsse, die bekanntlich nicht gerade wenige Kalorien haben. Pistazien haben allerdings eine Reihe von Eigenschaften, die beim Abnehmen bzw. Schlankbleiben helfen können.

  • Supernuss Pistazie: Pistazien wirken sich in erster Linie positiv auf die Gesundheit aus. So beugen sie einem erhöhten Cholesterinspiegel sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Wie eine Studie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles herausfand, kann der Snack im Gegensatz zu anderen Produkten wie weniger fettiges Salzgebäck sogar den Abnehmprozess unterstützen. Komplett verdaut werden Pistazien übrigens nicht, ein Teil wird einfach wieder unverdaut ausgeschieden.
  • Tipp: Wir empfehlen euch ungeschälte Pistazien zu kaufen. Denn die Arbeit, die mit dem Schälen verbunden ist, verhindert in der Regel, dass man zu viele Pistazien isst.
  • Kalorien: 100 Gramm Pistazien haben immerhin fast 600 Kalorien. Wegen der oben beschriebenen Eigenschaften, ist sie dennoch als gesunder Snack zu empfehlen, der – in Maßen genossen – die Kilos nicht in die Höhe treibt.

Honigmelone mit dünnen Schinken- oder Käsestreifen

Habt ihr Lust auf einen sowohl süßen als auch herzhaften Snack? Wie wäre es mit einer erfrischenden Honigmelone mit Schinken- oder Käsestreifen?

  • Zubereitung: Die Honigmelone kann entweder gewürfelt oder in Streifen geschnitten werden. Wollt ihr die Melone mit Schinken essen, empfehlen wir den würzigen Serrano-Schinken, der den süßlichen Geschmack der Honigmelone hervorragend ergänzt. Entsprechend sind auch bei der Käseauswahl besonders würzige Sorten zu empfehlen.
  • Tipp: Versucht den Käse bzw. Schinken in besonders dünne Scheibchen zu schneiden. Der Vorteil: Ihr könnt länger davon essen und werdet schneller satt! Prinzipiell ist Serrano-Schinken Käse vorzuziehen, da dieser noch weniger Kalorien hat.
  • Kalorien: Eine Honigmelone hat etwa 36 Kalorien pro 100 Gramm, Serrano-Schinken rund 200, Käse mit 300-400 deutlich mehr. Wenn ihr euch auf einige dünne Käse-/Serranostreifen beschränkt, solltet ihr mit diesem Snack nicht viel mehr als auf 250 Kalorien kommen.

Gebackene Kartoffel mit Kräuterquark

Kartoffeln sind echte Sattmacher. In Deutschland werden sie gerne als Beilage gereicht, aber auch alleine mit etwas leckerem Kräuterquark geben sie einen hervorragenden Snack ab.

  • Zubereitung: Es empfiehlt sich die Kartoffel vor dem Backen in Streifen zu schneiden und diese zu salzen sowie mit etwas Zitronensaft zu bestreichen. Auch Rosmarin passt hervorragend zu gebackenen Kartoffeln! Die Kartoffelstreifen bleiben im Backofen, bis sie goldbraun sind, und können dann zusammen mit etwas leckerem Kräuterquark verspeist werden.
  • Tipp: Das Ganze ist natürlich nicht nur als Snack möglich, sondern eignet sich auch hervorragend als Hauptgericht.
  • Kalorien: 100 Gramm Kartoffeln bringen es auf etwa 77 Kalorien. Für eine Portion (50 Gramm) Kräuterquark könnt ihr grob mit 75 Kalorien rechnen. Selbst wenn ihr euch für eine größere Kartoffel entscheidet, solltet ihr bei diesem Snack daher mit etwa 250 Kalorien hinkommen.

Gemüse-Rohkostteller mit Dipp

Rohkost ist hervorragend als Snack geeignet. Der Arbeitsaufwand ist minimal, selbst größere Mengen schlagen kalorientechnisch kaum zu Buche und satt macht ein Rohkostteller obendrein.

  • Rohkost-Empfehlungen: Mit was genau ihr euren Rohkostteller füllen wollt, bleibt euch überlassen. Wir empfehlen euch auf eine möglichst große Vielfalt an Gemüse-Produkten zu setzen. Das sorgt für Spaß und Abwechslung beim Essen. Beispiele gefällig? Gut eignen sich etwa Paprikastreifen, Gurken, Tomaten, Karotten, Radieschen, Kohlrabi und Salatblätter.
  • Dipp: Mit einem leckeren Dipp könnt ihr euren Rohkostteller etwas aufpeppen. Als Dipp eignet sich etwa Kräuterquark oder eine kleine Portion Frischkäse.
  • Kalorien: Wenn ihr euch beim Dipp zurückhaltet, könnt ihr euch das Kalorienzählen sparen, denn Gemüse-Rohkost hat in der Regel kaum Kalorien. Ein großzügig gestalteter Rohkostteller mit Dipp wird es daher kaum auf über 250 Kalorien bringen.

5 Tipps für figurbewusste Schlemmer und Genießer

Wer mit Genuss und ohne Reue schlemmen möchte, braucht so etwas wie einen Plan bei der Auswahl und Zubereitung von Gerichten. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Tricks und Strategien, die die Lust am Essen steigern. Selbst die gesündeste, kalorienärmste Mahlzeit lässt sich auf diese Weise zu einem wahren Festmahl ausbauen. Welche Möglichkeiten ihre habt eure Mahlzeiten entsprechend aufzupeppen, erfahrt ihr im Folgenden.

1. Das Auge isst mit

„Das Auge isst mit.“ Dieses Sprichwort dürfte uns allen schon mehrere Male über den Weg gelaufen sein. Dass es sich dabei nicht um eine leere Phrase handelt, wissen auch Sterneköche, die einen beträchtlichen Teil ihrer Arbeitszeit darauf verwenden optisch möglichst ansprechende Kreationen zu schaffen. Mittlerweile gibt es sogar Studien zu dem Thema, die belegen, dass unser Sehsinn sich maßgeblich darauf auswirkt wie gut uns eine Mahlzeit schmeckt. Werden farblose Getränke mit geschmacksneutralen Farbstoffen eingefärbt, ändert sich beispielsweise auch unser Geschmackserlebnis. Eine wichtige Erkenntnis, die es mit einfachsten Mittel erlaubt gesunde Mahlzeiten aufzupeppen. Dabei könnt ihr beispielsweise folgendermaßen vorgehen:

  • Lebensmittelauswahl: Schon bei der Lebensmittelauswahl zeigt sich die große Rolle, die unser Sehsinn auf das Lustempfinden beim Essen hat. So haben wir mehr Lust in einen Apfel mit kräftiger roter oder grüner Schale zu beißen, als in einen matt wirkenden Tafelapfel. Beim Einkauf empfiehlt es sich daher verstärkt Lebensmittel einzukaufen, die uns auch optisch ansprechen. Glücklicherweise trifft das in der Regel auf sehr viele Obst- und Gemüsesorten zu.
  • Präsentation: Auch eine schöne Präsentation auf dem Teller verstärkt den Genuss, den wir beim Essen empfinden. Nehmt euch daher ruhig Zeit eure Mahlzeit zu verzieren. Beispielsweise mit frischen, kräftigen Kräutern oder Balsamico Essig. Mit etwas Geschick und Kreativität könnt ihr aus gewöhnlichem Obst- oder Gemüse sogar die ansprechendsten Formen gestalten. Aus einer Tomate lässt sich ohne großen Aufwand beispielsweise eine Rose machen. Wie das geht, seht ihr z.B. hier.
  • Kräftige Farbtupfer: Generell empfiehlt es sich eine Mahlzeit mit kräftigen Farben aufzupeppen. Hierzu könnt ihr eure Mahlzeit beispielsweise mit frischen, kräftig grünen Kräutern anreichern oder leuchtende Beilagen wie bunte Paprikastreifen hinzufügen.

2. Weniger ist mehr? Von wegen!

Im Zusammenhang mit Diäten und Co. hört man oft den Spruch „Weniger ist mehr“. Ein gut gemeinter, allerdings nicht wirklich sinnvoller Ratschlag. Natürlich stimmt es, dass wir weniger Kalorien zu uns nehmen, wenn wir einfach weniger essen. Doch diese Taktik bringt gravierende Nachteile mit sich. Neben möglichen gesundheitlichen Risiken werden wir auf diese Weise von einem ständigen Hungergefühl geplagt, das sich über kurz oder lang in einer Fressattacke entladen wird. Besser ist es daher sich stets satt zu essen und seine Mahlzeiten richtig genießen zu können! Dies gelingt am besten, in dem man die Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeiten anpasst. Leckere Gemüse-Beilagen beispielsweise haben kaum Kalorien und machen zugleich satt!

3. Vielseitigkeit gegen Gaumen-Langeweile

Viele Diäten sehen einen strengen Diät-Plan vor, der kaum Raum für Abwechslung lässt. Auf Dauer kann das ganz schön anstrengend sein, denn wer isst schon jede Woche gerne dasselbe? Daraus lässt sich eine der grundlegendsten Regeln für alle figurbewussten Genießer ableiten: Esst so vielseitig wie möglich, um der Gaumen-Langeweile vorzubeugen! Allzu Fettiges und süße Kalorienbomben sollten dabei natürlich weitestgehend gemieden und allenfalls in Maßen genossen werden. Glücklicherweise gibt es heutzutage ja unglaublich viele kalorienarme Alternativen – sogar im Bereich der süßen Desserts, für die wir euch im Fortgang dieses Artikels noch einige Tipps an die Hand geben werden.

4. Warum unsere Nase beim Essen wichtiger als unsere Zunge ist

Jeder hat es schon einmal erlebt, bei einer heftigen Erkältung mit verschnupfter Nase schmeckt alles mehr oder weniger gleich. Der Grund: Geruchs- und Geschmackssinn hängen eng zusammen. Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass bis zu 90 Prozent der Sinneseindrücke, die wir beim Essen haben, nicht auf den Geschmacks-, sondern den Geruchssinn zurückgehen. Die Nase spielt für den Genuss beim Essen folglich eine viel größere Rolle als man vermuten sollte. Geruchslose Speisen, werden uns daher stets deutlich fader vorkommen als solche mit einem intensiven Duft. Das Anreichern von Gerichten mit wohlduftenden Kräutern und Gewürzen zahlt sich also doppelt aus!

5. Alle Sinne ansprechen

Die besten Gerichte sind diejenigen, die so viele unserer Sinne wie möglich ansprechen. Eine angenehme Konsistenz und Optik gehören ebenso zu einer leckeren Mahlzeit wie Geschmack und Geruch!

Gerichte zum Sattessen: 4 Vollwertige Mahlzeiten unter 500 kcal

Hungern ist Gift für eine Diät. Wenn ihr langfristig abnehmen oder eure Figur halten möchtet, müsst ihr Spaß am Essen haben und euch satt essen können. Das geht durchaus auch, ohne auf Fastfood und Kalorienbomben zurückzugreifen! Wir zeigen euch wie. Im Folgenden haben wir ein paar Mahlzeiten unter 500 Kalorien zusammengestellt, die euch als Inspirationsquellen dienen können.

1. Exotische Reispfanne mit Putenstreifen

Leckere Reispfannen gehören in asiatischen und südamerikanischen Ländern zu den am häufigsten verzehrten Mahlzeiten. Dank exotischer Früchte kann man entsprechenden Mahlzeiten ganz einfach ein exotisches Flair verleihen.

  • Zutaten: Für eine sättigende, exotische Reispfanne benötigt ihr 200 Gramm gekochten Reis, etwa 150 Gramm gewürfelte Ananas, eine Paprikaschote, eine Lauchstange und ein in Streifen geschnittenes Putenbrustfilet (etwa 200 Gramm). Gewürzt wird die Reispfanne mit einem Spritzer Limettensaft, etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer und einem kleinen Stück Ingwer. Wenn ihr den leicht säuerlichen Geschmack einer Sternfrucht schätzt, könnt ihr gerne auch eine solche gestückelt in die Pfanne geben. Die kleinen Sternstreifen eigenen sich auch super zum Garnieren! Für das echte Karibik-Feeling sorgt die Zugabe von Kokosraspeln.
  • Tipp: Selbstverständlich ist auch die vegetarische Variante der exotischen Reispfanne überaus schmackhaft. Als leckere Alternative zu Putenstreifen empfehlen wir euch Kochbananen-Stückchen.

2. Würziger Thunfischsalat

Thunfisch hat eine ganze Reihe von Vorzügen: Er ist gesund, lecker und macht satt! Die ideale Grundlage also für eine schmackhafte, kalorienarme Mahlzeit unter 500 Kalorien.

  • Zutaten: Ein leckerer Thunfischsalat lässt sich denkbar einfach zubereiten. Neben einer Dose Thunfisch, könnt ihr Cherrytomaten, rote Zwiebeln, Paprika, eine Lauchzwiebel und eine kleine Dose weißer Bohnen zur Anreicherung des Salats verwenden. Für die nötige Würze sorgen einige frische Rosmarin- und Thymianzweige sowie eine Prise Pfeffer und ein paar Tropfen Zitronensaft. In der Not tun es natürlich auch getrocknete Kräuter.
  • Tipp: Die Kalorienzahl von Thunfisch schwankt beträchtlich. Das liegt vor allem daran, dass Thunfisch oftmals in Öl eingelegt ist. Achtet daher darauf, dass ihr für euren Thunfisch-Salat nur Thunfisch verwendet, der im eigenen Saft eingelegt ist.

3. Tomaten-Mozzarella-Brötchen

Tomate und Mozzarella, das passt einfach zusammen, nicht nur auf der Pizza! Tomaten-Mozzarella-Brötchen sind die ideale Brotzeit für kalorienbewusste Genießer!

  • Zutaten: Die Grundlage dieses Gerichts wird von einem Vollkornbrötchen, einer in Scheibchen geschnittenen Tomate und einer Packung Mozzarella gebildet. Selbstverständlich habt ihr aber auch noch diverse Möglichkeiten euer Sandwich aufzupeppen – etwa mit einem Schuss Balsamico Essig und einer Prise schwarzem Pfeffer. Zudem passen Basilikum-Blätter hervorragend zu einem Tomaten-Mozzarella-Brötchen.
  • Tipp: Wenn ihr auf einen feinen Streichbelag nicht verzichten wollt, dann greift am besten auf leichte Brotaufstriche – beispielsweise auf Magerquarkbasis – zurück.

4. Speisen wie in Spanien: Meeresfrüchte-Paella

Fisch und Meeresfrüchte sind gute Freunde von Genießern, die auf ihre Figur achten. Immerhin sind sie kalorienarm, gesund und zugleich überaus schmackhaft. Spanisches Flair könnt ihr euch mit einer leckeren Meeresfrüchte-Paella ins Haus holen.

  • Zutaten: Krabben, kleine Tintenfische, einige Miesmuscheln, sowie gewürfelte Stückchen Seeteufel und Seehecht bilden die Grundlage einer Meeresfrüchte-Paella. Zudem benötigt ihr 100 Gramm Risotto-Reis, eine Zwiebel, eine Paprika, eine Knoblauchzehe, grüne Bohnen, Tomaten, gemahlenen Safran, Petersilie, Pfeffer, Salz und etwas Zitronensaft.
  • Tipps:Wenn euch der Aufwand die Meeresfrüchte einzeln zu kaufen zu groß ist, könnt ihr auch einfach auf eine entsprechende Tiefkühl-Mischung zurückgreifen. Die findet ihr mittlerweile in nahezu jedem gut ausgestatteten Supermarkt. Außerdem empfehlen wir euch gleich eine größere Portion zuzubereiten, da ihr so die gekauften Meeresfrüchte vollständig verarbeiten könnt. Eventuelle Reste lassen sich problemlos wieder in der Mikrowelle aufwärmen.

Süß, lecker und kalorienarm: Tipps und Tricks für Schleckermäuler

Egal mit welcher Diät-Variante wir es gerade auch versuchen mögen, früher oder später wird uns das Verlangen auf Süßes packen. Wer mit Genuss abnehmen möchte, wird auf das gelegentliche Dessert bzw. den süßen Snack nicht verzichten können. Glücklicherweise muss, was süß schmeckt, gar keine Kalorienbombe sein. Wir verraten euch wie ihr naschen könnt, ohne euch vor Sorge über die Auswirkungen auf eure Figur verrückt zu machen.

Süß ja, Sünde nein – Leckere kalorienarme Desserts und Co.

Was süß ist muss auch Sünde sein? Falsch! Es gibt eine ganze Reihe von kalorienarmen Desserts und Snacks, die nicht nur gesünder als der nächstbeste Schokoriegel, sondern auch überaus schmackhaft sind!

Süße Früchtchen: Grundlage etlicher Dessert-Varianten

Obst enthält Fruchtzucker und weist damit eine natürliche Süße auf, ohne dabei kalorienmäßig allzu sehr ins Gewicht zu schlagen. Das Tolle: Früchte können in den unterschiedlichsten Variationen in süße Desserts verwandelt werden. Um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Schokofrüchte: Es gibt sie auf nahezu jedem Jahrmarkt und Stadtfest: Früchte mit Schokoladen-Glasur. Wenn man es mit dem Schoko-Überzug nicht übertreibt, kann man aus einem einfachen Apfel ohne Probleme eine feine Süßigkeit mit überschaubaren Kalorien machen. Unser Tipp: Einfach ein kleines Stück Schokolade in einem Topf schmelzen und dann auf die gewünschten Früchte pinseln. So könnt ihr den Schoko-Anteil eurer Früchte genau kontrollieren.
  • Selbst gemachtes Früchtemüsli: Einfach ein paar Früchte wie Kirschen, Erdbeeren, Birnen, und Äpfel kleinschneiden, ein paar Haferflocken und etwas Milch dazu geben und schon habt ihr das perfekte süße Frühstück gezaubert. Für die Extrasüße könnt ihr auch noch einen Löffel Honig unterrühren.
  • Obstsalat: Obstsalat ist der Klassiker unter den süßen Desserts, zumal ihr diesen mit all euren Lieblingsfrüchten anreichern könnt.
  • Süße Snacks für Zwischendurch: Auch für alle, die immer mal wieder die Lust auf einen süßen Snack überfällt, eignet sich Obst. Allerdings nicht unbedingt als, auf Dauer zugegebenermaßen etwas langweilige, Rohkost, sondern in gebackener Form. Beispielsweise könnt ihr eine Banane in kleine Stückchen schneiden, mit Zitronensaft bestreichen und aufbacken. Die fertigen Stückchen sind süß und schön knusprig. Auch gebackene Apfelringe sind sehr schmackhaft!

Eis selbst machen? Nichts leichter als das!

Eis ist süß und lecker, aber hat es auch viele Kalorien? Nicht unbedingt! Kalorienarmes Wassereis beispielsweise könnt ihr ganz einfach selbst machen. Alles, was ihr dazu braucht, ist eine etwas tiefere Eiswürfelform, Fruchtsaft und Holzstile (hierfür können auch Zahnstocher verwendet werden). Et voilà, in wenigen Stunden habt ihr euer eigenes Fruchteis hergestellt, das nicht mehr Kalorien als die verwendete Menge Fruchtsaft enthält. Ein Tipp: Auch kalorienarmer Frucht-Joghurt lässt sich gefrieren und als erfrischendes Eis genießen. Eine erstklassige Alternative für die heißen Sommertage!

Stevia: Die Zuckeralternative

Stevia, das Süßkraut mit der unscheinbaren Optik, ist ein wahres Wunderkraut, das die Lebensmittelindustrie in den letzten Jahren für sich entdeckt hat. Das Tolle an Stevia: Es schmeckt süß, hat aber keinerlei Kalorien und nimmt keinen Einfluss auf den Insulinstoffwechsel. Auch Karies wird durch Stevia nicht befördert. Prinzipiell sind Stevia-Produkte daher aus kalorientechnischer Perspektive klassisch gesüßten Speisen und Getränken vorzuziehen. Hochwertiges Stevia gibt es beispielsweise beim Onlinehändler Amazon zu kaufen.

Für euphorische Luftsprünge von figurbewussten Schleckermäulern ist es allerdings noch zu früh, denn viele Produkte, die mit der Verwendung von Stevia werben, enthalten zusätzlich noch klassischen Zucker. So enthält beispielsweise auch die neue Coca Cola Life, die ebenfalls auf Stevia setzt, beträchtliche Mengen an Zucker. Kalorienärmer als die klassische Coke ist die Alternative mit dem grünen Etikett allerdings. Fazit: Auch bei Süßigkeiten, die mit der Verwendung von kalorienlosem Stevia werben, gilt es unbedingt auf die sonstigen Inhaltsstoffe zu achten! Je mehr Stevia und je weniger Zucker eine Süßigkeit enthält, desto besser!

Die Wunderbeere – macht wundersam süß

Die Wunderbeere (auch unter dem Namen Mirakelfrucht bekannt) trägt ihren Namen völlig zu Recht, denn was der Verzehr der kleinen Beere aus unserem Geschmackserlebnis macht, ist wahrlich wundersam. Die aus Afrika stammende rote Beere sorgt dafür, dass saure Speisen atemberaubend fruchtig und süß schmecken.

Der Biss in eine Zitrone oder in einen sauren Apfel wird damit zu einer süßen Geschmacksexplosion der Extraklasse. Dieser Effekt stellt sich schon kurz nach dem Verzehr der Wunderbeere ein, die in erster Linie in Form von Pillen vertrieben wird. Er hält etwa 2 bis 4 Stunden an. Die Beere beeinflusst übrigens nur die Geschmackszellen, die auf Säure reagieren. Andere Geschmackszellen bleiben unbeeinflusst.

Ein Steak wird also auch zusammen mit dem Verzehr von Wunderbeeren noch nach einem ganz gewöhnlichen Steak schmecken. Der Kauf der Beere muss allerdings über die Schweiz erfolgen, da eine Zulassung in der EU bislang noch aussteht. Zum Abschluss noch ein paar Anregungen von Speisen, die ihr auf eurem „Wunderbeeren-Trip“ probieren könnt:

  • Saure Äpfel
  • Zitronen
  • kleines Glas Essig
  • Essiggurken
  • Orangensaft

Wer einmal nach Herzenslust Süßes Schlemmen möchte, ohne überflüssige Kalorien zu sich zu nehmen, hat mit der Wunderbeere eine ideale Gelegenheit gefunden. In Asien und den USA sind Wunderbeeren übrigens schon ein wahrer Renner. Dort finden zuweilen sogar sogenannte „Taste Tripping Parties“ statt, während denen die Wirkung der Wunderbeere an verschiedensten Lebensmitteln ausprobiert wird.

Fazit

Egal ob Snacks, ganze Gerichte oder süße Desserts: Es ist möglich sich kalorienarm zu ernähren, ohne auf den Genuss beim Essen verzichten zu müssen. Die große Vielfalt des Lebensmittelangebots in unserer Gesellschaft erlaubt es mit Gusto zu essen und trotzdem schlank zu bleiben. Ein basales Ernährungswissen, wie wir es in der Grundform in diesem Artikel zu vermitteln versucht haben, ist hierzu jedoch unabdingbar. Es gilt die Devise: Wer bewusst isst, hat Freude am Essen und bleibt dennoch schlank!

Quellen

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1 Kommentar
Dieter am 01.10.15 um 09:17 Uhr
Als herzhafter Snack, ohne Kohlenhydrate und mit wenig Kalorien, alternativ zu süßen Beeren etc: Harzer Roller mit Musik Ein Harzer Roller un dünne Scheiben geschnitten eine kleine Schalotte in dünne Ringe geschnitten. Salzen und Pfellern etwas Essig und nach Belieben eine Messerspitze Senf verrühren und drüberträufeln.

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